Balkonkraftwerk für die Steckdose- was bringt es wirklich?

Sie werden immer häufiger diskutiert, Sie sind in aller Munde – Balkonkraftwerke. Sind Sie erlaubt in Deutschland, oder kann man sie nur illegal betreiben? Dieser Sache gehen wir auf den Grund. Sie erfahren außerdem was Balkonkraftwerke überhaupt sind, denn diese Wortschöpfung steht für vieles, und genauso viele Unwahrheiten ranken sich darüber, wir klären auf.

Balkonkraftwerk auf Hausdach

Was ist ein Balkonkraftwerk überhaupt?

Balkonkraftwerk ist natürlich nur eine Wortschöpfung, im Grunde ist das die Umschreibung für eine kleine Photovoltaik (kurz PV) Anlage. Balkonkraftwerke werden daher auch: Single-Module, Mieter Photovoltaik, Guerilla-PV, Balkon-Solaranlage oder auch: Ein-Modul-Anlage genannt.

Wie sie sehen, viele Begriffe die ein und dasselbe meinen.

Eine herkömmliches Balkonkraftwerk wird mit ein oder zwei Solarmodulen betrieben, ein kleiner Wechselrichter ist direkt hinten am Solarmodul befestigt, an diesem hängt ein Kabel mit einem ganz normalen Stecker, dieser wird in eine ganz normale Steckdose gesteckt. Das war es schon, scheint nun die Sonne wird der erzeugte Strom über die Steckdose ganz normal ins Hausnetz eingespeist.

Simpel aber effektiv – Balkonkraftwerke.

Diese Art der Stromerzeugung ist in Deutschland leider erst seit wenigen Jahren, genau seit 2017 legal. Aber auch vorher wurden sehr viele solcher Anlagen betrieben. Da diese in einer Grauzone liefen wurde zu der Zeit der Begriff Guerilla-PV-Anlage erfunden.

Doch seit 2017 kann jeder, wirklich jeder, so ein Balkonkraftwerk legal betreiben, einige wenige Dinge und Vorschriften sind zu beachten, diese klären wir in diesem Artikel.

Hier sehen Sie eine Übersicht aktuell bestellbarer Balkonkraftwerke.

Wer darf ein Balkonkraftwerk betreiben?

Jeder, wirklich jeder. Ob Mieter, Eigenheimbesitzer, Eigentumswohnung-Besitzer, Gartenlaubenbesitzer oder Pächter – wirklich jeder der ein klein wenig Platz für ein oder zwei Module zur Verfügung hat.

Eingespeist wird über eine ganz normale Steckdose in das eigene Hausnetz. Die Wechselrichter sind so konzipiert, und müssen es auch, dass Sie keinen Strom ins Hausnetz einspeisen können, wenn von außen kein Strom anliegt. Heißt also: gibt es einen Stromausfall, dann wird auch kein Strom von Ihrem Balkonkraftwerk in Ihr Hausnetz eingespeist. Das ist aus Sicherheitsgründen so Vorschrift, denn anderenfalls könnte vom Netzbetreiber ein Stromnetz nie stromlos gestellt werden, wenn jeder wahllos selbst erzeugten Strom einspeist.

Außerdem gilt es die 600 WP Grenze einzuhalten. Das heißt Sie können ein Balkonkraftwerk ohne weiteres betreiben, wenn Sie die Grenze von 600 Watt Peak nicht überschreiten. Das Peak gibt an, welche Leistung das Modul unter den idealsten Bedingungen erreichen kann.

Das heißt also ein Balkonkraftwerk kann mit maximal zwei modernen 300 Wp Modulen betrieben werden, ganz ohne, dass Sie sich mit einer Einspeisevergütung und dem Finanzamt herumschlagen müssen.

Bei den meisten Haushalten ist es sinnvoll die Variante mit den 2 Modulen, also 600 Wp zu wählen, es gibt einfach einen gewissen Grundumsatz der dadurch gedeckt werden kann. Nur wenn es der Platz gar nicht zulässt, oder sie wirklich sehr wenig Grundlast haben, zum Beispiel bei einem Wochenendgrundstück, dann kann man auch auf eine Anlage mit einem Modul, also zwischen 250 und 300 Wp zurückgreifen.

Wie funktioniert die Einspeisung

Wie schon erwähnt wird der gewonnene Strom per normalem Schuko Stecker in das Hausnetz eingespeist, dazu ist eine ganz normale Steckdose ausreichend. Sie brauchen also im Normalfall nicht einmal einen Elektriker um die Anlage in Betrieb zu nehmen.

Wo kann man die Balkonkraftwerke aufbauen / befestigen?

Im Grunde überall, an einen Balkon, an der Hausfassade, auf einem Gartenhäuschen, dem Wochenendhaus, herkömmlich auf dem Dach, ja Sie können die Module sogar auf einer Wiese oder sonstigen Fläche frei aufstellen, Hauptsache Sie haben möglichst viel Sonne.

Vielen Sets liegen verschiedenste Befestigungssets bei, mit denen Sie die PV Module an einem Balkon befestigen können. Andere bieten individuelle Sets zum dazu bestellen an.

Aber die Heimwerker unter uns werden kein Problem haben ein Balkonkraftwerk zu installieren. Es sollte natürlich sicher sein, wenn die Module beim ersten Wind davon fliegen kann das nicht nur gefährlich werden, sondern Sie sind dann auch meist nutzlos, das Geld war umsonst.

Welche Wechselrichter kommen zum Einsatz?

Bei den Mini-PV Anlagen kommen sogenannte Micro Wechselrichter zum Einsatz, es gab bisher Geräte von Growatt oder Solax, doch diese werden nun sehr wahrscheinlich durch noch kleinere Wechselrichter abgelöst, es gibt extrem gute Neuentwicklungen die eigentlich gar nicht so neu sind, doch Sie kommen jetzt erst in Deutschland an.

Diese kleinen Wechselrichter haben den Vorteil das Sie für kleine Anlagen gebaut sind, aber den großen Vorteil haben das sich mehrere davon in Reihe schalten lassen, und somit zu einer beliebig großen Anlage erweitern lassen. Fangen Sie also klein an, und wenn Sie im Alltag sehen das sich noch mehr selbst erzeugter Strom verbrauchen lassen würde, dann erweitern Sie die Anlage einfach um einen weiteren Microwechselrichter mit entsprechenden Solarmodulen. Das ist neu und gab es bisher so nicht.

Sie sind mit solchen Wechselrichter also auch flexibel was das erweitern angeht, wenn Sie sich zum Beispiel ein E-Bike anschaffen, einen Poolfilter mit PV Strom betreiben wollen, oder sich eine Stromspeicher anschaffen, dann können Sie ganz einfach und ohne in die „alte“ Anlage eingreifen zu müssen, Ihre PV Anlage entsprechend den Bedürfnissen erweitern.

Viel hilft viel, auch bei Balkonkraftwerken?

Klares Nein! Denn Sie können sich zwar theoretisch ein sehr großes Balkonkraftwerk bauen, doch der Strom den Sie nicht verbrauchen können, ist verschenkt. Dadurch das Sie keine Einspeisevergütung bekommen, wäre er zu viel erzeugte Strom praktisch verschenkt.

Sie sollten also versuchen so viel Strom wie möglich selber zu verbrauchen. Fangen Sie daher ruhig mit einer 600 Wp Anlage an, diese dürfen Sie auch legal betreiben. Beobachten Sie nun über einen längeren Zeitraum ob es Sinn macht mehr Strom zu erzeugen. Wenn ja, dann können Sie jederzeit nachrüsten. Wenn es größer wird dann sollten Sie natürlich einen Elektriker zu Rate ziehen.

Die Kosten für ein Balkonkraftwerk

Diese sind natürlich unterschiedlich, gehen wir einfach mal davon aus das Sie Ihr zukünftiges Balkonkraftwerk allein montieren werden, wir lassen also Handwerkerkosten außen vor.

Jetzt müssen Sie sich entscheiden ob Sie das Balkonkraftwerk als fertiges Set kaufen, oder sich die einzelnen Komponenten einzeln kaufen möchten.

Man kann nicht pauschal sagen welche Variante günstiger ist, es gibt unter den Fertigsets immer mal wieder sehr gute Angebote, die preislich günstiger sind als wenn Sie alles einzeln kaufen würden. Bei den Sets können Sie dafür in der Regel davon ausgehen das die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Also es kommt ein fertiges Plug and Play Set, auspacken, aufstellen und zusammenstecken, fertig ist der eigene kleine Beitrag zur Energiewende.

Was kostet ein Balkonkraftwerk?

Nach den ganzen Vorteilen die so ein Balkonkraftwerk mit sich bringt, jetzt natürlich zur wichtigsten Frage, was kostet so ein Balkonkraftwerk?

Das ist natürlich sehr wichtig, denn jeder der in eine Mini-PV Anlage investiert möchte natürlich Wissen wann diese sich amortisiert.

Und an dieser Stelle haben wir eine gute Nachricht, denn die Balkonkraftwerke sind günstiger als Sie denken.

Bereits unter 300 Euro geht es los, dafür bekommen Sie eine 285 Wp Anlage. Das heißt ein Wechselrichter und ein passendes PV Modul.

Die von uns empfohlenen 600 Watt Balkonkraftwerke bekommen Sie aktuell um die 600 Euro.

Wer die Bezugsadresse für ein sehr gutes, und von uns selbst getestetes Set haben möchte, der meldet sich einfach per Email bei uns.

Für 600 Euro bekommen Sie also ein fix und fertiges Balkonkraftwerk was Ihne sofort eine große Ersparnis bringt, und 600 Euro für eine funktionierende PV Anlage sind sehr wenig Geld, wenn man bedenkt was man bisher dafür zahlen musste.

Wann amortisiert sich so ein Balkonkraftwerk?

Das ist natürlich immer abhängig wieviel Sonne die auf die Module scheint.

Bei einer sehr guten Ausrichtung können Sie mit rund 600 Kw Ertrag in einem Jahr rechnen, ein Einfamilienhaus wird es schaffen diesen Strom annähernd zu 100 Prozent selbst zu verbrauchen, das haben wir so getestet.

Der Kilowattpreis liegt aktuell bei 27 Cent, das macht also eine jährliche Ersparnis von 162 Euro pro Jahr.

Daraus ergibt sich eine sagenhafte Amortisationszeit von 3,7 Jahren – bereits nach dieser kurzen Zeit hat sich Ihr Balkonkraftwerk bezahlt gemacht, ganz von allein, ohne Ihr zutun.

Wenn sie die Module nicht optimal ausrichten können, dann kann es natürlich entsprechend länger dauern.

Da der Strompreis unaufhörlich steigt, rechnet sich so ein Balkonkraftwerk natürlich immer schneller, und bringt nach er Amortisation eine deutlich größere Einsparung. Schon bei einem Strompreis von 30 Cent macht sich so eine Mini-PV Anlage aus unserem Beispiel schon nach 3,3 Jahren bezahlt.

Wir wollten es natürlich selbst Wissen, und haben uns eine Testanlage installiert. Ein 600 Watt Balkonkraftwerk mit 2 Modulen in Ost / West Ausrichtung wurde auf das Garagendach montiert. Ob das wirklich so einfach ging wie gedacht, wie die Installation verlief, und natürlich wie die Sonnenernte läuft, das erfahren Sie in einem weiteren Artikel, Sie dürfen auf den Praxistest gespannt sein.

Hier klicken und Sie sehen aktuell bestellbare Balkonkraftwerke.